Aktienkaufvertrag für Käufer

Kernpunkte und Vorlage

Ein Aktienkaufvertrag für Käufer ist geeignet, wenn...

… Sie (zum Beispiel als Förderer, Investor oder Business Angel) eine private Aktiengesellschaft erwerben, indem Sie deren Aktien von dem/den derzeitigen Eigentümer(n) kaufen

… Sie (zum Beispiel als Förderer, Investor oder Business Angel) eine grössere Beteiligung an einer privaten Aktiengesellschaft erwerben

… Sie die Transaktion rechtlich dokumentieren und die mit dem Geschäft der Gesellschaft verbundenen rechtlichen Risiken reduzieren möchten

Aktienkaufvertrag für Käufer: Kernpunkte

Was ist ein Aktienkaufvertrag für Käufer?

Bei einem Aktienkaufvertrag verpflichten sich ein oder mehrere Verkäufer, ihre Aktien an einer Gesellschaft an einen Käufer zu verkaufen.

Der Kauf von Aktien oder “Share Deal” ist die häufigste Art, private Gesellschaften (oder ein grosses Aktienpaket) in der Schweiz zu erwerben.

Im Gegensatz zu Asset Deals – die traditionell die Identifizierung und separate Übertragung jedes einzelnen Vermögenswertes und jeder einzelnen Verbindlichkeit erfordern – wird das gesamte Unternehmen zusammen mit den Aktien übertragen. Dies macht den Erwerb einer (wesentlichen Beteiligung an einer) Gesellschaft aus rechtlicher Sicht recht einfach.

Im Vergleich zu den gesetzlich vorgesehenen vereinfachten Vermögensübertragungen bleibt der Verkauf zudem vertraulich. Die Kehrseite ist jedoch, dass sich der Käufer nicht die Vermögenswerte herauspicken kann, die er erwerben möchte, und die Verbindlichkeiten beim Verkäufer belassen kann. Folglich muss der Vertrag die Verteilung der Risiken zwischen Verkäufer und Käufer ausgewogen regeln. Die Garantien des Verkäufers (sog. “representations and warranties”) in Bezug auf das Geschäft und die damit verbundenen Rechtsbehelfe werden daher sehr oft den Kern der rechtlichen Verhandlungen darstellen; der Käufer wird Schutz gegen die – manchmal versteckten – Risiken suchen, die er mit dem Kauf der Aktien eingeht, während der Verkäufer versuchen wird, seine Haftung so weit wie möglich zu minimieren.

Der vereinbarte Kaufpreis basiert in der Regel auf einer Unternehmensbewertung, die sich aus den Finanzabschlüssen ableitet – die ein Bild des Unternehmens in der Vergangenheit widerspiegeln. Das bedeutet, dass der Käufer Verluste, die zwischen dem Datum des Finanzabschlusses und der Übertragung der Aktien (Vollzug der Transaktion) entstehen, wirtschaftlich übernimmt. Um die damit verbundenen Risiken zu minimieren, müssen Ausschüttungen der Gesellschaft an den Verkäufer oder nahestehende Personen stark eingeschränkt werden.

Ebenso muss die Art und Weise, wie die Gesellschaft ihr Geschäft bis zum Vollzug betreibt, im Vertrag geregelt werden – sofern der Verkäufer natürlich in der Lage ist, den Geschäftsbetrieb zu beeinflussen.

Der Verkäufer kann auch nur einen Teil seine Aktien verkaufen und weiterhin Aktionär der Gesellschaft bleiben. In diesem Fall schliessen der Käufer und der/die Verkäufer oft einen Aktionärsbindungsvertrag ab, um ihre Beziehungen als Miteigentümer der Gesellschaft zu regeln. 

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